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Geschichten ©
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Kommodenschublade
Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau
und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus. Es
ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit
Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die
Seide und die Spitze. "Dies kaufte ich, als wir zum ersten
Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug
es nie. Sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren.
Und jetzt, glaube ich, ist der rich-tige Moment gekommen!"
Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu
den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen
wurden. Seine Frau war gestorben. Als er sich zu mir umdrehte, sagte
er: "Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf! Jeder
Tag den du lebst, ist ein besonderer Anlass. Ich denke immer noch
an diese Worte ... sie haben mein Leben verändert. Heute lese
ich viel mehr als früher und putze weniger. Ich setze mich
auf meine Terrasse und genieße die Landschaft ohne auf das
Unkraut im Garten zu achten. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner
Familie und meinen Freunden und weniger Zeit bei der Arbeit. Ich
habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist,
die es zu schätzen gilt. Von jetzt an bewahre ich nichts mehr
auf. Ich benutze täglich meine Kristallgläser. Wenn mir
danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu
gehen. Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf, wenn ich
Lust dazu habe. Sätze, wie z.B. "Eines Tages ..."
oder "An einem dieser Tage ..." sind dabei, aus meinem
Vokabular verbannt zu werden. Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge
hier und jetzt sehen, hören und machen. Ich bin mir nicht ganz
sicher, was die Frau meines Freundes gemacht hätte, wenn sie
gewusst hätte, dass sie morgen nicht mehr sein wird (ein Morgen,
das wir oft zu leicht nehmen). Ich glaube, dass sie noch ihre Familie
und enge Freunde angerufen hätte. Vielleicht hätte sie
auch ein paar alte Freunde angerufen, um sich zu versöhnen
oder sich für alte Streitigkeiten zu entschuldigen. Der Gedanke,
dass sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre (ihre
Lieblingsküche), gefällt mir sehr.
Es sind diese kleinen unerledigten Dinge, die mich sehr stören
würden, wenn ich wüsste, dass meine Tage gezählt
sind. Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen
zu haben, mit denen ich mich "an einem dieser Tage" in
Verbindung hätte setzen wollen.
Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich "an
einem dieser Tage" schreiben wollte. Genervt, meinen Nächsten
nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe. Jetzt verpasse,
verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln
in unser Leben bringen könnte. Ich sage mir, dass jeder Tag
etwas Besonderes ist ... jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute
ist etwas Besonderes.
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| Das
Rennen, Berlin
Der Startschuss ertönte und schon rannten die Jungen los.
Ein Feuer der Begeisterung brannte in ihnen und jeder wollte um
jeden Preis gewinnen.
Ganz besonders dieser Junge, dessen Vater unter den Zuschauern war,
er rannte sofort an die Spitze der Gruppe und dachte:" Mein
Vater wird so stolz auf mich sein!"
Dann ging es den Hügel hinunter, durch den kleinen Graben und
wieder hinauf. Doch da, oh nein, der kleine Junge, der hoffte er
würde gewinnen, stolperte und stürzte. Verzweifelt versuchte
er noch seine Arme auszustrecken um sich aufzufangen. Doch es war
zu spät, und unter dem Gelächter der Menge fiel er flach
auf sein Gesicht. Er verlor nicht nur sein Gleichgewicht, sondern
mit ihm auch die Hoffnung auf den Sieg. Er fühlte sich für
einen Moment so elend, dass er am liebsten im Erdboden versunken
wäre.
Doch sein Vater war während des Sturzes besorgt aufgesprungen.
Sein Blick verriet deutlich, wie sehr er es sich wünscht, dass
sein Sohn jetzt nicht aufgab. Der Junge sah den Ausdruck auf dem
Gesicht des Vaters, der zu sagen schien: "'Steh auf und gewinne
das Rennen!"
Da sprang er schnell wieder auf, um weiterzukämpfen. Er hatte
sich nicht verletzt, und war eigentlich nur ein wenig in den Rückstand
geraten. Jetzt wollte er unbedingt alles wieder gutmachen.
In seinem Eifer war er nur einen ganz kleinen Moment unkonzentriert,
doch das reichte aus. Er stolperte und fiel erneut flach hin. "Hätte
ich nur schon vorhin nach der ersten Blamage aufgehört. Das
wäre besser gewesen. Als Läufer habe ich völlig versagt,
ich sollte das Rennen ganz lassen." Aber dann blickte er zur
Menge der Zuschauer, um das Gesicht seines Vaters zu sehen. Und
als er ihn entdeckte sah er wieder den beständigen Ausdruck
auf dem Gesicht seines Vaters, der zu sagen schien: "Steh auf
und gewinne das Rennen!".
"Wenn ich das aufholen will, dann muss ich wirklich schnell
laufen", dachte er. Und er gab alles, was er geben konnte,
holte sogar wieder acht Meter auf.
Aber während er sich so sehr bemühte an die Spitze zurückzukehren,
stolperte er und fiel zum dritten Mal. "Versagt", so schoss
es ihm durch den Kopf. Er lag wie gelähmt auf dem Boden. Eine
Träne rannte über seine Wange, und er dachte: "Jetzt
hat es überhaupt keinen Sinn mehr weiterzulaufen. Ich habe
mich genug blamiert. Es ist vorbei, warum soll ich denn weitermachen?'"
Sein Wille war geschwunden. Er hatte alle Hoffnung verloren. Jetzt
war er zu weit abgeschlagen. "Ich hab verloren, was soll's?
Ich muss halt leben mit meiner Schande."
Doch dann kam ihm sein Vater wieder in den Sinn. Was sollte er ihm
den sagen? Plötzlich war ihm, als höre er die Stimme seines
Vaters, die sagte: "Steh' auf und nimm wieder deinen Platz
ein. Du bist nicht hier um aufzugeben. Steh auf und gewinne das
Rennen. Du hast noch überhaupt nicht verloren, denn gewinnen
bedeutet einfach: jedes mal, wenn du fällst wieder aufzustehen!"
Da stand er noch einmal auf, um zu gewinnen. Aber diesmal mit ei-nem
neuen Ziel. Er wollte nämlich, egal, ob er gewinnen oder verlieren
würde, auf jeden Fall nicht aufgeben.
Er war jetzt weiter hinten, als jemals zuvor, und rannte doch so
gut er konnte, wie wenn er gewinnen wollte. Dreimal war er hingefallen,
dreimal auch wieder aufgestanden. Und obwohl er keine Aussicht auf
den Sieg mehr hatte rannte er bis zum Ziel.
Der Gewinner wurde in der Zwischenzeit schon bejubelt. Erhobenen
Hauptes, stolz auf seine Leistung und überglücklich lief
er durch die Menge. Kein Sturz. Keine Schande.
Doch als der gestürzte Junge als letzter die Linie überquerte,
da jubelte ihm die Menge noch viel mehr zu, weil er nicht aufgegeben
hatte. Und obwohl er lange nach den Anderen gesenkten Hauptes und
ohne Würde angekommen war, so klang es doch, als ob er den
Lauf gewonnen hätte.
Als sein Vater auf ihn zukam sagte der Junge: "Es tut mir leid,
ich war nicht so gut."
Doch sein Vater antwortete: "Für mich bist du der Sieger.
Denn du bist jedes Mal, wenn du gestürzt bist, wieder aufgestanden.
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"Keine Zeit mehr für Gott."
Viel Zeit liegt vor uns. Er gibt uns diese Zeit, Hunderte von Tagen,
Tausende Stunden - allein in diesem Jahr. Wie sehr werden wir immer
wieder von Gott reich beschenkt!
Nur: Wie oft sagen wir gerade das Gegenteil: «Ich habe zu
wenig Zeit. Die Zeit ist knapp.» Oder, noch drastischer: «Dafür
habe ich leider überhaupt keine Zeit.» Leider auch des
öfteren: «Keine Zeit mehr für Gott.»
Und so geschah eines Tages folgendes: Besorgt meldeten die Engel
dem Schöpfer, dass die Menschen fast gänzlich aufgehört
hätten zu beten. Daraufhin beschloss der himmlische Rat, die
Ursachen durch eine Schar von Engeln untersuchen zu lassen.
Diese berichteten folgendes: Die Menschen wissen um das Fehlen ihrer
Gebete und beklagen es. Aber leider hätten sie trotz ihres
guten Willens einfach keine Zeit zum Beten. Im Himmel war man verblüfft
und erleichtert: Statt des befürchteten Abfalls handelte es
sich also nur um ein Zeitproblem!
Die himmlischen Räte überlegten hin und her, was zu tun
sei. Einige meinten, man solle durch entsprechende Maßnahmen
das moderne, hektische Leben abschaffen. Eine Gruppe schlug sogar
eine Bestrafung des Menschengeschlechtes vor: «Das wird schon
seine Wirkung tun», sagten sie und verwiesen auf die Sintflut.
Das Ei des Kolumbus aber fand ein junger Engel: Gott solle den Tag
verlängern! Zur Überraschung aller war dieser einverstanden.
Er schuf eine 25. Tages-Stunde.
Im Himmel herrschte Freude: «So ist Gott eben», sagte
man, »Er hat Verständnis für seine Geschöpfe.»
Als man auf der Erde zu merken begann, dass der Tag eine Stunde
länger dauerte, waren die Menschen verblüfft und, als
sie den Grund erfuhren, von Dankbarkeit erfüllt. Erste Reaktionen
waren vielversprechend: Es werde zwar einige Zeit dauern, so hörte
man aus informierten Kreisen, bis die Anpassung vollzogen sei, aber
dann werde sich alles einspielen. Nach einer Zeit vorsichtiger Zurückhaltung
ließen die Bischöfe verlauten, die 25. Stunde werde als
«Stunde Gottes» in das Leben der Menschen eingehen.
Im Himmel wich die anfängliche Freude bald der Ernüchterung.
Wider alle Erwartung kamen im Himmel nicht mehr Gebete an als bisher,
und so sandte man wiederum Boten zur Erde. Diese berichteten:
Die Geschäftsleute ließen sagen, die 25. Stunde - für
die man sich durchaus zu Dank verpflichtet sehe - habe durch die
Umstellung der Organisation Kosten verursacht. Durch erhöhten
Einsatz müssten diese Kosten eingearbeitet werden. Man bitte
um Verständnis für diese Sachzwänge.
Ein anderer Engel war bei der Gewerkschaft. Erstaunt, aber doch
höflich wurde er angehört. Dann erklärte man ihm,
die neue Stunde entspreche eigentlich einer längst überfälligen
Forderung der Gewerkschaft. Im Interesse der Arbeitnehmer müsse
sie für die Erholung freigehalten werden.
In Kreisen der Intellektuellen wurde über die neue Stunde viel
diskutiert. In einer vielbeachteten Gesprächsrunde im Fernsehen
wurde vor allem darauf hingewiesen, dass dem mündigen Bürger
niemand vorschreiben könne, was er mit dieser Stunde zu tun
habe. Die Idee der Bischöfe, sie als «Stunde Gottes»
im Bewusstsein der Menschen zu verankern, müsse als autoritäre
Bevormundung zurückgewiesen werden. Im übrigen sei die
Untersuchung darüber, wie die neue Zeiteinheit entstanden sei,
nicht abgeschlossen. Naiv-religiöse Deutungen aber könnten
dem Menschen auf keinen Fall zugemutet werden.
Dem Engel aber, der zu den kirchlichen Kreisen gesandt worden war,
wurde bedeutet, dass man ohnehin bete. Der Eingriff des Himmels,
so sagte man, dürfe auf jeden Fall nur als ein Angebot verstanden
werden, als ein Baustein der persönlichen Gewissensentscheidung.
Einige gingen noch weiter und sagten, aus der Sicht der kirchlichen
Basis sei die ganze Angelegenheit kritisch zu bewerten: Die Zweckbindung
der 25. Stunde zugunsten des Gebets sei eng und könne auf gar
keinen Fall «von oben» verfügt werden, d.h. ohne
entsprechende Meinungsbildung «von unten». Manche Pfarrer
betonten, wie dankbar sie für die zusätzliche Zeit seien,
deren sie dringend für ihre pastorale Arbeit bedürften.
Und so hatten eigentlich fast alle einen Grund, warum die dazugewonnene
Tagesstunde nicht dem Gebet gewidmet sein könne.
Einige Engel aber berichteten von Menschen, die die geschenkte Zeit
wie jede andere Stunde ihres Lebens aus den Händen Gottes annahmen:
Für ihre Aufgaben, für den Dienst an den Mitmenschen,
für die Teilnahme an der heiligen Messe und - für das
Gebet, für das sie jetzt noch leichter Zeit fanden als bisher.
Darüber waren die Engel freilich auch verwundert: Diejenigen,
die die 25. Stunde tatsächlich in den Dienst Gottes stellten,
waren dieselben, die schon bisher genügend Zeit zum Beten gehabt
hatten.
So erkannte der himmlische Rat: Das Gebet ist eine Frage der Liebe.
Zeit allein bringt kein Beter hervor. Diejenigen, die nicht beten
wollen, werden auch mit einem längeren Tag «keine Zeit»
zum Beten finden. Zeit haben, genau besehen, immer nur die Liebenden.
Daraufhin wurde beschlossen, Gott zu bitten, die 25. Stunde wieder
abzuschaffen und auch die Erinnerung daran aus den Köpfen der
Menschen zu löschen. Und so geschah es.
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Das
Leben ist herrlich!
Zu einem alten Rabbi kam ein Mann und klagte:
"Rabbi, mein Leben ist nicht mehr erträglich. Wir wohnen
zu sechst in einem einzigen Raum. Was soll ich nur machen?"
Der Rabbi antwortete:" Nimm deinen Ziegenbock mit ins Zimmer."
Der Mann glaubte, nicht recht gehört zu haben. "Den Ziegenbock
mit ins Zimmer?"
"Tu, was ich dir gesagt habe", entgegnete der Rabbi, "und
komm nach einer Woche wieder."
Nach einer Woche kam der Mann wieder, total am Ende. "Wir können
es nicht mehr aushalten, der Bock stinkt fürchterlich!"
Der Rabbi sagte zu ihm: "Geh nach Hause und stell den Bock wieder
in den Stall. Dann komm in einer Woche
wieder."
Die Woche verging. Als der Mann zurückkam, strahlte er über
das ganze Gesicht: "Das Leben ist herrlich, Rabbi. Wir genießen
jede Minute. Kein Ziegenbock - nur wir sechs."
Wir verkaufen nur den Samen
Ein junger Mann betrat im Traum einen Laden. Hinter der Theke stand
ein Engel. Hastig fragt er ihn: "Was verkaufen Sie, mein Herr?"
Der Engel antwortete freundlich: "Alles, was Sie wollen."
Der junge Mann begann aufzuzählen: "Dann hätte ich
gern das Ende aller Kriege in der Welt, bessere Bedingungen für
die Randgruppen der Gesellschaft, Beseitigung der Elendsviertel
in Lateinamerika, Arbeit für die Arbeitslosen, mehr Gemeinschaft
und Liebe und...und...und...
Da fiel ihm der Engel ins Wort: "Entschuldigen Sie, junger
Mann, Sie haben mich falsch verstanden. Wir verkaufen keine Früchte,
wir verkaufen nur den Samen."
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Bänder im Baum
Der Mann saß im Zugabteil am Fenster und wagte es nicht,
seinen Blick auf die vorbeiziehende Landschaft zu richten. Er war
allein im Abteil.
Vor Jahren hatte er sich von seiner Familie trennen müssen
- denn er war mit dem Gesetz in Konflikt geraten, wie es so schön
hieß. Seine Eltern und Geschwister musste er schonen; noch
bevor alles bekannt wurde, hatte er sie verlassen; seitdem weigerte
er sich beharrlich, Kontakt mit ihnen aufzunehmen.
Die Schuld nagte an ihm, man sah es ihm an: Er konnte sie nicht
einfach loswerden. Nun, er hatte seine Strafe zwar abgebüßt.
Aber, wenn er einmal versagte hatte: Wer konnte ihm garantieren,
dass er nicht ein zweites Mal schwach werden würde? Konnte
er von sich behaupten, dass er jetzt ein anderer Mensch sei? Hatte
er wirklich einen guten Kern? War er ein guter Mensch? Oder hatte
die nagende Stimme in ihm recht: «Du bist und bleibst ein
Versager, eine Last und Schmach für deine Familie und die Gesellschaft»?
Der Mann, der in dem Zug der Entscheidung entgegenfuhr, seufzte
laut. Er dachte an seine Familie, die jetzt wohl zu Hause seinen
Brief bekommen hatte. Er stellte sich die Gesichter einzeln vor,
jedes für sich. Sein Vater. Seine Mutter. Sein kleiner Bruder
(Wie groß mochte er jetzt sein?). Seine Schwester (Ist sie
wohl inzwischen verheiratet?). Sein Onkel, der mit zur Familie gehörte,
genauso wie sein Vetter.
Er sehnte sich nach seiner Familie. Die Jahre, in denen er jeden
Kontakt zu ihnen vermieden hatte, waren schmerzhafte Jahre gewesen.
Er wollte ihnen jede Peinlichkeit ersparen, aber es war ihm nicht
leichtgefallen. Jetzt, wo er auf den Weg zu ihnen war, wusste er,
wie sehr er sie die ganze Zeit geliebt hatte.
Zum ersten mal kamen Worte über seine Lippen: «Bei Gott,
ich hoffe, sie weisen mich nicht ab.»
Da saßen sie nun alle beisammen und schwiegen sich an. Gefühle
huschten über ihre Gesichter, keiner sprach sie aus, und doch
dachten alle die gleichen Gedanken: Warum hat er uns das damals
angetan? Das mit dem Verbrechen - und dann das jahrelange Schweigen?
Warum wollte er nichts von uns wissen? Und jetzt, wo er zurückkommen
will - hat er sich geändert? Was ist wohl aus ihm geworden?
Liebt er uns noch, so wie früher? Oder möchte er nur Geld
von uns? Kann ein Mensch sich wirklich ändern?
Das Schweigen lag über dieser Familie wie ein schweres, nasses
Tuch: Der verlorene Sohn will zurückkehren - und sie sollen
darüber entscheiden, ob sie ihm eine neue Chance geben werden.
Endlich ergriff der Vater das Wort und durchbrach die Stille.
Der Zug näherte sich der Stelle, an der sich alles entscheiden
würde. Der Mann wurde immer unruhiger, jetzt blickte er zum
Fenster hinaus, wie gebannt. Er wartete darauf, dass das Unvermeidliche
geschehen würde: Die Ablehnung.
Er hatte seiner Familie geschrieben, dass er sie nicht belästigen
wolle, wenn sie nichts mehr mit ihm zu tun haben wollten. Er würde
mit dem Zug an ihrem Hof vorbeifahren, und auch an dem Baum, in
dem er schon als Kind seinen Namen geschnitzt hatte.
Wenn sie wirklich nichts mehr von ihm wissen wollten, dann bräuchten
sie nichts zu unternehmen. Er würde an diesem Baum vorbeifahren,
nur einen Blick darauf werfen und weiterfahren, immer weiter. Er
würde nicht mehr zurückkehren.
Wenn Sie aber nur eine kleine Chance sehen würden, dass er
sich bei ihnen einfinden könne - und sei es nur für ein
paar Tage - dann sollten sie ein buntes Band in den Baum hängen.
Er würde es sehen, der Zug fuhr ja geradewegs an diesem Baum
vorbei. Und wenn dort wirklich ein Band im Baum hängt, dann
würde er am nächsten Bahnhof aussteigen. Dann würde
er zu ihnen zurückkehren.
Wenn dort ein Band im Baum hängt, nur dann.
Noch konnte er den Baum nicht sehen. Wenige Sekunden noch. Seine
Hände verkrampften sich.
Der Zug hatte sich ein wenig in die Kurve gelegt und sein Tempo
verringert. Der alte Eichenbaum kam in das Blickfeld des Mannes,
der sich vor diesem Augenblick so gefürchtet hatte.
Seine Hände verkrampften sich noch mehr, als er den Baum sah.
Tränen standen in seinen Augen. Er senkte den Blick, weil er
nicht glauben konnte, was er sah.
Er hatte darum gebeten, ein einzelnes buntes Band in den Baum zu
hängen, wenn seine Familie ihm noch eine Chance geben würde.
Aber da hing kein einzelnes Band. Nein, der ganze Baum war über
und über mit Bändern behangen, sie flatterten im Wind
wie bunte Vögel; hundert, vielleicht sogar zweihundert Bänder,
unübersehbar. Die Botschaft war eindeutig: Nicht nur eine Chance
sollst Du haben. Nein, hundert Chancen: Weil wir an das Gute in
dir glauben. Weil wir an dich glauben.
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Wegweiser von Hans-Dieter Hüsch
Ein junger Mann hatte das Herumsitzen satt und wollte sich auf
den Weg machen. Er hatte davon gehört, dass in einem fernen
Land das Glück höchstpersönlich zu finden sei. Ein
alter Mann, der behauptete, aus diesem Land zu stammen, hatte ihm
davon erzählt. "Es ist ganz leicht, dieses Land zu finden",
hatte er gesagt, "benutze einfach die Kirchtürme als Wegweiser.
Sie zeigen dir, wo es lang geht."
«Nun, wenn dies so einfach ist», sagte sich der junge
Mann, «dann will ich mich nicht länger mit Nichtstun
aufhalten.» Er machte sich auf den Weg und hielt dabei nach
dem erstem Kirchturm Ausschau. Und tatsächlich, nach einer
kurzen Strecke, sah er weit entfernt vor sich einen Kirchturm hoch
in der Landschaft aufragen. Ohne zu Zögern ging er diesem Kirchturm
entgegen. Nach einigen Stunden hatte er das Dorf, in dem der Kirchturm
stand, erreicht. Und als er diesen Kirchturm nur ein wenig bestieg,
sah er bereits den Turm der Kirche aus dem Nachbarort. Von diesem
aus zeigte sich wiederum der nächste Turm, und so ging seine
Reise sehr zügig von Ort zu Ort, immer den Kirchtürmen
folgend, die wie riesige Wegweiser weithin sichtbar in der Landschaft
standen.
Der junge Mann kam auf diese Weise in fremde Länder, die er
zuvor noch nie gesehen hatte, die Kirchtürme hatten dort andere
Formen und Gestalten, aber immer waren sie hoch aufgerichtet und
von weitem zu sehen. Doch in das Land, in dem das Glück höchstpersönlich
wohnen sollte, kam er nicht. Nach und nach bekam der junge Mann
Zweifel, ob das wirklich der richtige Weg war, um das Glück
zu finden.
Und wie der Zufall es wollte, gerade, als er die Reise aufgeben
wollte, begegnete ihm wieder der alte Mann, der ihm zu dieser Suche
Mut gemacht hatte. Der junge Mann klagte ihm sein Leid und die Vergeblichkeit
seiner Reise, bei der ihm die Kirchtürme als Wegweiser dienten.
Doch der alte Mann lächelte und sagte: «Du willst eine
Reise unternehmen und weißt nicht einmal, wie man Wegweiser
benutzt? Nun, du bist zwar von Kirchturm zu Kirchturm gegangen,
aber du hast nicht den Weg benutzt, den dir die Türme gewiesen
haben: Schau hin! Alle Wegweiser-Kirchtürme zeigen - nach oben!»
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Die Wahrheit kann man nicht kaufen
Chosroes, Kaiser von Persien, hatte sich gegen alle Hoffnungen
von seiner schweren Krankheit erholt. Da rief er seine Berater zusammen
und sagte: "Ich möchte heute von euch wissen, was ihr
von mir haltet. Meint ihr, dass ich ein guter Kaiser bin? Sprecht
die Wahrheit ohne Furcht. Dafür möchte ich jedem von euch
einen Edelstein schenken."
Einer nach dem andern traten die Berater vor mit schönen Worten
und übertriebenen Lobreden. Als der weise Elaim an der Reihe
war, sagte er: "Mein Kaiser, ich möchte lieber schweigen,
denn die Wahrheit kann man nicht kaufen."
Da sprach der Kaiser: "Ist gut. Dann werde ich dir eben nichts
geben. Also, jetzt kannst du deine Meinung offen sagen."
Da sagte Elaim: "Mein Kaiser, du willst wissen, was ich denke.
Ich denke, dass du ein Mensch bist mit vielen Schwächen und
Fehlern, genauso wie wir. Aber deine Fehler wiegen viel schwerer,
denn das ganze Volk stöhnt unter der Last der Steuern. Ich
denke, du gibst eben zu viel Geld aus, um Feste zu feiern, Paläste
zu bauen und vor allem, um Krieg zu führen."
Als der Kaiser das hörte, wurde er nachdenklich. Dann ließ
er seinen Beratern je einen Edelstein austeilen, wie er versprochen
hatte. Elaim aber ernannte er zu seinem Kanzler.
Am nächsten Tag traten die Schmeichler vor den Kaiser. "Mein
Kaiser", sagte der Wortführer, "den Händler,
der dir diese Schmuckstücke verkauft hat, sollte man aufhängen!
Denn die Steine, die du uns geschenkt hast, sind falsch."
"Das weiß ich schon", antwortete der Kaiser. "Sie
sind genau so falsch wie eure Worte."
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| Ein
Sultan hatte geträumt, er verliere alle Zähne.
Gleich nach dem Erwachen fragte er einen Traumdeuter nach dem Sinn
des Traumes. "Ach, welch ein Unglück, Herr!", rief
dieser aus, "Jeder verlorene Zahn bedeutet den Verlust eines
deiner Angehörigen!"
"Was, du frecher Kerl", schrie ihn der Sultan wütend
an, "was wagst du mir zu sagen? Fort mit dir!" Und er
gab den Befehl: "Fünfzig Stockschläge für diesen
Unverschämten!"
Ein andere Traumdeuter wurde gerufen und vor den Sultan geführt.
Als er den Traum erfahren hatte, rief er: "Welch ein Glück!
Welch ein großes Glück! Unser Herr wird alle die Seinen
überleben!"
Da heiterte sich des Sultans Gesicht auf und er sagte: " Ich
danke dir mein Freud. Gehe sogleich mit meinem Schatzmeister und
lasse dir von ihm fünfzig Goldstücke geben!"
Auf dem Weg sagte der Schatzmeister zu ihm: "Du hast den Traum
des Sultans doch nicht anders gedeutet, als der erste Traumdeuter!"
Mit schlauem Lächeln erwiderte der kluge Mann: "Merke
dir, man kann vieles sagen, es kommt nur darauf an, wie man es sagt!"
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Auschwitz 1941
Ein Gefangener ist aus dem Konzentrationslager entflohen.
Am Abend tritt Lagerführer Fritsch vor die Gefangenen. "Der
Flüchtling ist nicht gefunden worden", brüllt er.
"Zehn von euch werden dafür im Hungerbunker sterben."
Er tritt an die erste Reihe heran und blickt jedem scharf ins Gesicht.
Plötzlich hebt er die Hand, zeigt mit dem Finger: "Der
da!"
Bleich wie ein Leichentuch tritt der Mann aus der Reihe.
"Der - und der - und der - . . ."
Sie sind zehn. Zehn zum Tod Verurteilte. Einer von ihnen klagt:
"Oh, meine arme Frau und meine Kinder!"
Plötzlich geschieht etwas Unerwartetes. Ein Gefangener tritt
aus der Reihe und bleibt vor Fritsch stehen. Der Lagerführer
greift nach seinem Revolver.
"Halt! Was will dieses polnische Schwein von mir?
Der Gefangene antwortet ruhig: "Ich möchte anstelle dieses
Verurteilten sterben!"
"Wer bist du?"
Die Antwort ist kurz: "Katholischer Priester."
Es folgt ein Augenblick des Schweigens. Schließlich entscheidet
Fritsch mit heiserer Stimme: " Einverstanden! Geh mit ihnen!"
So starb der Franziskaner Maximilian Kolbe mit erst 47 Jahre. Ein
Mann, der die Welt erobern wollte durch die Liebe. Aber er wusste:
"Keiner hat eine größere Liebe, als wer sein Leben
gibt für seine Freunde."
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Und er hat mir doch vergeben
Erbarmungslos raste der Bürgerkrieg über die spanische
Erde. Entweihte Kirchen, brennende Dörfer, verstümmelte
Leichen zeigten den Weg, den das rote Heer genommen hatte.
Und auch die Nationalen kämpften mit einer Verbissenheit ohnegleichen.
Als ein Trupp Nationaler nach hartem Kampf ein Dorf von den Gegnern
gesäubert hatte, fanden sie an einer Mauerecke einen schwerverletzten
Roten, dem ein Granatsplitter die Brust zerfetzt hatte. Aus glasigen
Augen schaute der Verwundete die herankommende Patrouille an. Dann
hob er mit schwacher Gebärde die Hand und stammelte: "Ein
Priester! Holt mir einen Priester!"
"Fahr zur Hölle, rote Kanaille!" fluchte einer der
Nationalen. Doch einer seiner Kameraden hatte Mitleid: "Ich
will sehen, ob ich einen Pfarrer finde."
Wirklich kam er bald mit einem Priester zurück. Mitleidig beugte
sich dieser zu dem Schwerverletzten, einem blutjungen Burschen,
nieder.
"Sie wollen beichten?" fragte er ihn.
"Ja, ich will beichten!" keuchte der Soldat. "Aber
sagen Sie, sind Sie der Pfarrer dieses Ortes?"
"Ja, der bin ich!"
"Mein Gott!" stammelte der Junge.
Lange dauerte es, bis der Priester den Sterbenden verließ.
Schweißnass war sein Haar, und sein Gesicht war bleich wie
die Wand, als er zu der wartenden Patrouille der Nationalen zurückkam.
"Brüder!" stieß er mühselig hervor. "Bringt
den Verwundeten ins nächste Haus, damit er nicht auf der Strasse
stirbt."
Als die Soldaten sich dem Jungen näherten, richtete dieser
sich ein wenig auf und winkte sie heran. "Er hat mir vergeben!
Er gab mir die Lossprechung!" keuchte er, nach Atem ringend.
"Warum soll er dir nicht vergeben? Das ist ja sein Amt!"
sagte einer der Nationalen.
"Ihr wisst nicht, was ich getan habe!" stöhnte der
Sterbende. "Ich habe alleine zweiunddreißig Priester
getötet, erstochen, erschossen, erschlagen, erwürgt. In
jedem Dorf bin ich zuerst ins Pfarrhaus eingedrungen. Auch hier
hab' ich das getan. Den Priester fand ich nicht, aber seinen Vater
und seine beiden Brüder. Ich fragte sie, wo der Pfarrer sei.
Sie weigerten sich, ihn zu verraten. Da habe ich alle drei erschossen!
Versteht ihr? Dem Priester, der meine Beichte hörte, habe ich
Vater und Brüder getötet . . . Und er hat mir doch vergeben."
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Alles kostenlos
Der kleine Fritz sass am Küchentisch und schrieb, die Zungenspitze
zwischen den Zähnen, eifrig in sein Heft.
"Was schreibst du denn so fleissig?" fragte die Mutter
vom Küchenherd her.
"Eine Rechnung für dich!" antwortete der Junge ohne
sich stören zu lassen.
"Da bin ich aber neugierig", meinte die Mutter.
"Du wirst es schon sehen, wenn ich fertig bin."
Als er das ganze Blatt vollgeschrieben hatte, zeigte er es der Mutter,
die laut zu lesen begann:
Rechnung von Fritz Holzhauser für seine Mutter
3 x Milch geholt
-, 15 Euro
2 x Küche geputzt
-, 60 Euro
3 x Geschirr abgetrocknet
-, 30 Euro
5 x Schuhe geputzt
-, 70 Euro
4 x Tisch gedeckt
-, 40 Euro
macht zusammen
2,15 Euro
Die Mutti musste lächeln, als sie dich sonderbare Rechnung
gelesen hatte. Dann nahm sie den Bleistift: "Ich schreibe dir
meine Rechnung gegenüber", sagte sie.
"Deine Rechnung?" fragte Fritz erstaunt. "Hast du
denn auch was für mich getan?"
"Nun, so ein bisschen was", nickte die Mutter.
Dann schrieb sie:
Rechnung von Frau Holzhauser für ihren Sohn Fritz
8 Jahre für ihn gekocht
0,00 Euro
8 Jahre für ihn gewaschen
0,00 Euro
56 x Hose und Jacke geflickt
0,00 Euro
137 Nächte für ihn gewacht, wenn er krank war
0,00 Euro
29 mal getröstet, wenn er traurig war
0,00 Euro
macht zusammen
0,00 Euro
Aufmerksam las der Junge die Rechnung der Mutter.
"Aber Mutti, warum hast du denn überall 0.00 Euro geschrieben?"
"Weil eine Mutter für ihr Kind alles umsonst tut!",
antwortete die Frau. "Aber nun will ich dir die 2,15 Euro geben,
die du ja verdient hast."
Da sagte der Junge: "Nein, Mutti, ich will keinen Cent. Denn
deine Rechnung müsste doch hundertmal so groß sein wie
die meine."
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Die Aufgabe der Kirche
Ein Bischof wurde gefragt, was die Aufgabe der Kirche sei. Er antwortete:
«Am Rande eines Dorfes lebte eine einsame, arme, alte Frau.
Außer ihrer bescheidenen Hütte besaß sie nur noch
eine meckernde Ziege und einen kläffenden Hund.
Eines Tages beschloss sie, wieder einmal ihre Freundin im Nachbarort
zu besuchen. In einem Blechgeschirr hatte sie sich ein paar Fleischstückchen
angebraten, die sie nach ihrer Heimkehr verzehren wollte. Bevor
sie sich auf den Weg machte, rief sie die Ziege und den Hund und
ermahnte sie, ihrem Abendessen nicht zu nahe zu kommen. Doch kaum
war die alte Frau am Horizont verschwunden, begann der Hund die
Feuerstelle zu umkreisen, an dem warmen Topf zu schnuppern, und
alle guten Vorsätze waren vergessen. Schließlich erlag
er der Versuchung, kippte mit der Schnauze die Blechschüssel
von den heißen Steinen und labte sich an den köstlichen
Fleischstucken.
Als die Frau müde und hungrig von ihrem Besuch zurückkam
und den leeren Topf im Sand sah, wurde sie sehr ärgerlich und
rief nach dem Hund und der Ziege. Die kamen, die Ziege kaute noch
an einem dürren Zweig, der Hund kroch eher vorsichtig hinterher.
"Wer von euch beiden hat mein Abendessen verschlungen? ",
fragte sie erbost. Die Ziege meckerte verständnislos und wippte
mit dem Hals. Doch da kläffte der Hund und sagte: "Schau
nur, die Ziege war's, die kaut ja jetzt noch!"
Die alte Frau aber ahnte den Missetäter und drohte, sie werde
die Wahrheit schnell herausbekommen. Als sie einen Stock hob, bekam
der Hund es mit der Angst, jaulte laut auf und stob schuldbewusst
davon. Er rannte und rannte, bis ihn der Horizont verschluckte.»
Hier machte der Bischof eine kleine Pause in seiner Geschichte,
um dann mit einem verschmitzten Lächeln fortzufahren:
«Aufgabe der Kirche ist es nun, ihn nach Hause zurückzuholen:
den Hund.»
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