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Gedichte©

 

 

The Cross In My Pocket

I carry a cross in my pocket
A simple reminder to me
Of the fact that I am a Christian
No matter where I may be.

This little cross is not magic
Nor is it a good luck charm
It isn't meant to protect me
From every physical harm.

It's not for identification
For all the world to see
It's simply an understanding
Between my Saviour and me.

When I put my hand in my pocket
To bring out a coin or key
The cross is there to remind me
Of the price He paid for me.

It reminds me too, to be thankful
For my blessings day by day
And strive to serve Him better
In all that I do and say

It's also a daily reminder
Of the peace and comfort I share
With all who know my Master
And give themselves to His care.

So I carry a cross in my pocket
Reminding no one but me
That Jesus Christ is Lord of my life
If only I'll let Him be.

 

Kiro

I've walked alone for a long time,
only looking down on the roads.
One day he has shown to me at a corner of my ways.
He was pointing the Way for me
who had no idea of the right path to go,
and he led me to the way holding my hand.
The first time of walking with him was so joyful
that I walked with delight.

The way, however, was very long.
It was very tiring and my feet hurt
Others seemed to walk easily and fast.

I looked upon him.
I asked him to carry me by himself, but??
He just walked without saying anything holding my hand.

I saw many beautiful things beside my road
though he shook his head,
I tried more and more to become free of his hand

Escaping from him, I saw him getting farther behind me
I tried not to turn back to see,
and as time goes by, my memory faded away
I had many people who indulged me and rode speed cars
But the day became darkened
The bright lights turned off one by one
those which made me pleasant were getting stopped
My feet were so weakened
It was very hard to walk alone
I turned my head up

He was reaching his hands to me silently at the back side of me just as he was at first time

I'm walking the old way once again
There would be many hills ahead of that way
There might be many things that can turn my eyes unto
But I will not take his hands away any more.
Because as I know that my hands are bound with him tightly
Who is walking with me.

Footprints

One night a man had a dream. He dreamt he was walking along the beach with the LORD. Across the sky flashed scenes from his life. For each scene, he noticed two sets of footprints in the sand; one belonged to him, and the other to the LORD. When the last scene of his life flashed before him, he looked back at the footprints in the sand. He noticed that many times along the path of his life there was only one set of footprints. He also noticed that it happened at the very lowest and saddest times in his life. This really bothered him and he questioned the LORD about it.

"LORD, you said that once I decided to follow you, you'd walk with me all the way, but I noticed that during the most troublesome times in my life, there was only one set of footprints. I don't understand why, when I needed you most, you would leave me."

The LORD replies, "My precious, precious child, I love you and I would never leave you. During your times of trial and suffering, when you see only one set of footprints, it was then that I carried you."

 

Wenn dich Ängste und Sorgen bedrücken,
wenn dir Leid und Unrecht geschieht,
dann soll sich dein Herz nicht erschrecken!
Du darfst glauben, dass Jesus dich sieht.

Wenn die Zweifel den Glauben bedrohen,
wenn dich große Versuchung befällt,
dann soll sich dein Herz nicht erschrecken!
Du darfst glauben, dass Jesus dich hält.

Wenn dich Schuld und Versagen belasten,
wenn kein Mensch dich mehr trösten kann,
dann soll sich dein Herz nicht erschrecken!
Du darfst glauben, Gott nimmt dich noch an.

Wenn der Blick in die Zukunft dir schwer fällt,
wenn dir bange ist vor jedem Schritt,
dann soll sich dein Herz nicht erschrecken!
Du darfst glauben, Gott geht mit dir mit


Von guten Mächten, Dietrich Bonhoeffer 1944

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last,
ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das Du uns bereitet hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Lass warm und still die Kerzen heute flammen,
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.


Zenta Maurina

Mit der Liebe ist es wie mit einem Talent: man kann es verkümmern lassen, tottreten, man kann es pflegen, entwickeln, steigern; fehlt aber die Gnade, ist alle Mühe, alle Willenstat vergebens. Alles durch Gewalt Erzwungene geht zugrunde, alles durch Liebe Erschaffene lebt ewig. Die Liebe zu Gott wie zu einem Menschen ist das große Wunder, das man staunend hinzunehmen hat.
Ohne Liebe bin ich ein Niemand, ein ununterscheidbares Etwas, Staub und Asche. In der Liebe opfert sich der Liebende für den oder das Geliebte, und Opfer ist ein freudig verbranntes Geschenk, das keinen Nützlichkeitswert hat und keinen Dank beansprucht. Aber schenken kann nur, wer hat, und opfern - nur der Reiche. Die Einheit mit Gott erleben wir durch die Einheit mit dem geliebten Menschen.

 

Erfasse jeden Gedanken

Für alles Negative, das wir uns selbst sagen können, hat Gott eine positive Antwort.

Du sagst: "Es ist unmöglich"
Gott sagt: Alle Dinge sind möglich (Lukas 18:27)

Du sagst: "Ich bin zu müde"
Gott sagt: Ich werde Dir Ruhe geben (Matthäus 11:28-30)

Du sagst: "Niemand liebt mich wirklich"
Gott sagt: Ich liebe dich (Johannes 3:16 & Johannes 13:34)

Du sagst: "Ich kann nicht mehr weiter"
Gott sagt: Lass Dir an meiner Gnade genügen (2. Korinther 12:9 & Psalm 91:15)

Du sagst: "Ich blicke da nicht durch"
Gott sagt: Ich werde Dich jeden Deiner Schritte führen (Sprichwörter 3: 5-6)

Du sagst: "Ich schaffe das nicht"
Gott sagt: Du kannst alles durch Jesus tun (Philipper 4:13)

Du sagst: "Ich bin nicht in der Lage"
Gott sagt: Ich kann es (2. Korinther 9:8)

Du sagst: "Es ist es nicht wert"
Gott sagt: Es wird der Mühe wert sein (Römer 8:28)

Du sagst: "Ich kann mir nicht verzeihen"
Gott sagt: ICH VERZEIHE DIR (1. Johannes 1:9 & Römer 8:1)

Du sagst: "Ich kriege das nicht hin"
Gott sagt: Ich werde alle Deine Bedürfnisse stillen (Philipper 4:19)

Du sagst: "Ich habe Angst"
Gott sagt: Ich habe Dir keinen Geist der Furcht gegeben (2. Timotheus 1:7)

Du sagst: "Ich bin ständig besorgt und frustriert"
Gott sagt: Werft all eure Sorgen auf MICH (1. Petrus 5:7)

Du sagst: "Ich habe nicht genügend Glauben"
Gott sagt: Ich habe jedem (s)ein Maß an Glauben gegeben (Römer 12:3)

Du sagst: "Ich bin nicht klug genug"
Gott sagt: Ich gebe Dir Weisheit (1. Korinther 1:30)

Du sagst: "Ich fühle mich gänzlich allein"
Gott sagt: Ich werde Dich nie allein oder im Stich lassen (Hebräer 13:5)

Was es ist von Erich Fried

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst

Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht

Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Freundschaft, Autor unbekannt

so unendlich mehr als nur ein Wort ... es ist so schwer zu beschreiben was wahre Freundschaft ausmacht ...
Man kann noch so oft zusammen unterwegs sein, lachen, sich zusammen freuen, doch das ist nicht das wich-tigste. Es gibt so viele andere Dinge, die einen Freund wirklich ausmachen. Oft erkennt man zu spät, dass man sich in jemandem geirrt hat, und zwar dann, wenn man ihn am nötigsten brauchen würde ...
Es ist immer leicht, sich mit jemandem zu freuen, doch sich seine Probleme anzuhören ist viel schwieriger ... Freundschaft kann nicht durch ge-meinsames Lachen bewiesen werden, sondern durch das Überstehen von Problemen und durch das gemeinsame Überwinden von Ängsten ...
Vor allem ist ein großes Vertrauen wichtig, das Wissen, dass man dem anderen alles sagen kann ...
Man sollte keine Angst vor einem Problem haben müssen, sondern sich auf die gemeinsame Stärke verlassen können ...
Und auch wenn ein Problem unlösbar ist, eine Angst unüberwindbar erscheint, sollte man darauf vertrauen können, dass man jemanden hat, mit dem man seine Gedanken teilen kann, egal welcher Art sie auch sind ...
Erst wenn dieses Vertrauen besteht, und man dieses Gefühl der Sicherheit bei jemandem hat, dann erst darf man von wahrer Freundschaft sprechen.

Stalingrad 1943

Erscheinen meines Gottes Wege
mir seltsam rätselhaft und schwer,
und gehen Wünsche, die ich hege,
unter in der Sorgen Meer.
Will trüb und schwer der Tag verrinnen,
der mir nur Schmerz und Qual gebracht
so darf ich mich auf eins besinnen:
dass Gott nie einen Fehler macht.
Wenn über ungelösten Fragen
mein Herz verzweiflungsvoll erbebt,
an Gottes Liebe will verzagen
weil sich der Unverstand erhebt,
dann darf ich all mein müdes Sehnen
in Gottes Rechte legen sacht
und leise sprechen unter Tränen:
dass Gott nie einen Fehler macht.
Drum still mein Herz und lass vergehen
was irdisch und vergänglich heißt,
im Lichte droben wirst du sehen,
dass gut die Wege, die er weist.
Und müsstest du dein Liebstes missen,
ja ging's durch kalte, finstre Nacht,
halt fest an diesem sel'gen Wissen:
dass Gott nie einen Fehler macht!


Aus dem Buch v. Mutter Theresa "Der einfache Weg".
Der einfache Weg
Die Frucht der Stille ist das Gebet.
Die Frucht des Gebets ist der Glaube.
Die Frucht des Glaubens ist die Liebe.
Die Frucht der Liebe ist das Dienen.
Die Frucht des Dienens ist der Friede.
Der erste Schritt ... besteht darin, es zu wollen.

Der Blinde und der Lahme

Von ungefähr muss einen Blinden
Ein Lahmer auf der Straße finden,
Und jener hofft schon freudenvoll,
Dass ihn der andre leiten soll.

Dir, spricht der Lahme, beizustehn?
Ich armer Mann kann selbst nicht gehn;
Doch scheints, dass du zu einer Last
Noch sehr gesunde Schultern hast.

Entschließe dich, mich fortzutragen:
So will ich dir die Stege sagen:
So wird dein starker Fuß mein Bein,
Mein helles Auges deines sein.

Der Lahme hängt mit seinen Krücken
Sich auf des Blinden breiten Rücken.
Vereint wirkt also dieses Paar,
Was einzeln keinem möglich war.

Du hast das nicht, was andre haben,
Und andern mangeln deine Gaben;
Aus dieser Unvollkommenheit
Entspringet die Geselligkeit.

Wenn jenem nicht die Gabe fehlte,
Die die Natur für mich erwählte:
So würd er nur für sich allein,
Und nicht für mich, bekümmert sein…

Christian Fürchtegott Gellert

Kurt Rommel

Ich möchte gerne Brücken bauen,
wo tiefe Gräben nur zu sehen.
Ich möchte hinter Zäune schauen
und über hohe Mauern gehen.

Ich möchte gerne Hände reichen,
wo harte Fäuste sich geballt.
Ich suche unablässig Zeichen
des Friedens zwischen Jung und Alt.

Ich möchte nicht zum Mond gelangen,
jedoch zu meines Feindes Tür.
Ich möchte keinen Streit anfangen,
ob Frieden wird, das liegt an mir.

Ich möchte gerne wieder reden,
wo vorher eisig Schweigen war.
Und Blicke sollen nicht mehr töten,
und Neid und Gier fehl ganz und gar.

Herr gib mir Mut zum Brückenbauen.
Gib mir den Mut zum ersten Schritt.
Lass mich auf deine Brücken trauen,
und wenn ich gehe, geh du mit.

 

Jesaja 12 Vers 12

Trost - Gott ist mein Trost,
Hoffnung und Sinn,
wenn ich am Boden bin.

Licht - Gott ist mein Licht,
das in mir scheint
in aller Dunkelheit.

Kraft - Gott ist die Kraft,
die mich erhält,
wenn mir die Stärke fehlt.

Lied - Gott ist mein Lied,
das in mir klingt,
wenn meine Seele singt.

Gott ist meine Rettung, ihm will ich trauen, niemals verzagen, weil er mich hält.

Lob und Anbetung will ich ihm geben und sein Wort tragen in alle Welt.

 

Psalm 139

Oft wähn ich, dass mir viel gebräch,
Und hab doch überviel empfangen.
Du bist des Abends mein Gespräch,
Des Morgens mein Verlangen.
Ich red, ich wein, ich lache,
Trag Sorgen und Begier:
Wenn ich aufwache,
Bin ich noch bei dir.

Du hast in dunkler Erden Wand
Mich unbereitet wahrgenommen,
In deinem Buch geschrieben stand
Mein Gehen und mein Kommen.
Kein Starksein, kein Erkranken
Geschäh mir ohne dich:
Du hegst Gedanken
Hoch und wunderlich.

Der keinen ich erkenn und fass
Und weiß mich doch bei jedem Schritte,
Von fern und nah, ohn Unterlass
Erkannt in Herzens Mitte.
Kein Wort, kein Dünk, kein Süchten,
Das du nicht alles weißt.
Wer könnte flüchten,
Herr, vor deinem Geist?

Nähm ich der Morgenröte Flug,
Dass sie mich fern von hinnen brächte,
Wird's deine Hand sein, die mich trug,
Und hält mich deine Rechte.
Wollt ich gen Himmel fliegen,
Ich flög dir selber zu,
Zur Hölle liegen:
Siehe, da bist du.

Spräch ich zur Mitternacht: Komm her
Und decke mich mit Finsternissen,
Noch stünd, als ob's im Mittag wär,
Mein nackt und bloß Gewissen;
Weiß, dass er alles wisse,
Was mich vor ihm verklag:
Die Finsternisse
Leuchten wie der Tag.

Hilf, Herr und Gott, errette mich,
Du weißt, sie wollen mir ans Leben,
Die von dir reden lästerlich,
Ohn Ursach sich erheben.
Ihr Hass wird's noch bezahlen,
Wenn er sich bis zuletzt
Mit Prunk und Prahlen
Wider dich gesetzt.

Erforsche meines Herzens Rat
Erfahr und kenn, was ich besinne;
Und siehst du mich auf bösem Pfad,
Mach mich des rechten inne.
Umgib mich allerseiten,
Hilf selber hier und heut
Mich vorbereiten
Zur ewigen Freud.

 

Unbekannt

Des Menschen Herz ist voll von eitlen Sorgen.
Streut er die Saat an seinem Lebensmorgen,
so spricht er schon, noch halb in Kindesträumen:
Wird sie auch k e i m e n?

Und hat der Saft das Samenkorn durchdrungen,
und hat der Keim kräftig losgerungen,
dann fragt er gleich mit bangen Zweifelsmienen:
Wird es auch g r ü n e n?

Und ob sich nun auch Blatt um Blatt gestaltet,
und ob sich Stamm und Krone reich entfaltet,
der Mensch muss doch die Stirne fragend ziehen:
Wird er auch b l ü h e n?

Und ob der Baum in schönster Blüte pranget,
und ob sein Haupt voll zarter Früchte hanget,
das arme Herz, es spricht mit leisem Zagen:
Wird er auch t r a g e n?

Und wehen linde Lüfte noch so schonend,
und lockt die Ernte ihm auch noch so lohnend,
er seufzet doch - wer kann das Herz begreifen!
Wird sie auch r e i f e n?

Und ist sie reif, und liegt sein Schoß voll Früchte,
was liest man dann auf seinem Angesichte?
Dank gegen Gott für Seine reichen Gaben?
Nein, m e h r zu haben.

O Menschenherz, du schwankend Rohr im Winde!
Unglaube heißet deine größte Sünde.
Fest wirst du erst auf deinem Pilgerpfade
durch Gottes Gnade.

 

Unbekannt

Ein wahrer Freund

Der dich nimmt wie du bist,
Und immer zärtlich zu dir ist,
Den kein anderes Denken stört
Und auch gern deine Meinung hört,
Der dich achtet und versteht
Und alle Wege mit dir geht,
Der ohne Lügen oder List
Stets aufrichtig und ehrlich zu dir ist,
Der das Gute in dir baut
Und dir grenzenlos vertraut,
Der mit seinem Kummer zu dir eilt
Und deine Sorgen mit dir teilt
Bist du mal traurig und verstimmt,
Der dich dann in seine Arme nimmt,
Der sich aufs Wiedersehen freut
Und dich zu lieben nie bereut,
Der ist ein wahrer Freund für dich,
Darum lasse ihn auch nie im Stich!

 

Anna Louisa Karsch (1722-1791)
Eine Rede zu Gott über die Kürze der Zeit

Herr, der du über uns des Tages Wagen lenken
Mit deinem Winke kannst, Herr, lehre mich bedenken,
Dass ich davon muss aus der Zeit.
Mein Leben flieht dahin, ist kurz, ist nur so breit,
Als diese Hand, mit der ich schreibe;
O warum denk' ich mir hier eine Ewigkeit
In einer Welt, in der ich vierzig, funfzig Jahr,
Wenns hoch kömmt, zweymahl vierzig Ernten bleibe!
Herr! wenn du fragen wirst, wie lang ich Wandrer war
Hier unter dir auf deiner Erde?
Wie ich die Stunden angewandt?
O Gott! bey dem Gedank erzittert mein Verstand,
Was ich dir Antwort geben werde.
Früh oder spät schlägt meine Stunde mir,
Bestimmt zur letzten meiner Stunden,
Eh ich gebildet ward von dir,
Zehntausend werden wie erwürgt befunden,
Zehntausend bracht ich fühllos zu,
Ohn dass ich Guts ohn dass ich Böses wollte,
Und viele Tausende verschlief ich in der Ruh,
Die mich zum Guten stärken sollte.

Wie wenig Stunden braucht ich wohl
Mich zu dem Schritt vorzubereiten,
Den ich herüber schreiten soll
Ins Thor der unumgränzt - endlosen Ewigkeiten!
Die Zeit flieht schneller als ein Pfeil,
O möcht ich ihren kleinsten Theil
Noch haschen um ihn anzuwenden!
Möcht' ich den Tag mit deinem Umgang enden,
Und wenn die Sonne mich begrüßt,
Erwachend denken, dass sie meine Tage misst;
Und wenn der Mond erleuchten kommt die Nächte,
Lass mich ihn sehn und denken, dass
Er auch mir Zeit zur Vorbereitung messe!
Erinnre du mich selbst, dass ich es nicht vergesse,
Mein Körper welkt dahin wie Graß.

Seh ich die Gräber, lass mich nicht erschrecken,
Mich wird auch einst solch kleiner Hügel decken,
Mich trägt man auch, die Hand voll Staub, zu Staub,
Und ich beschuldige mir selber diesen Raub
Der größten Hälfte meiner Tage;
Nur dass dein Ausruf mirs nicht vor den Engeln sage,
Du Ursprung alles dessen, was da ist.
Herr, der du aller Dinge Anfang bist,
Lass mich, so oft ein Jahr vor mir herum gelaufen,
Nachrechnen meine durchgelebte Zeit,
Mit Vorsatz besser sie zu kaufen,
Die Stunden, mir geschenkt, um in die Ewigkeit
Zu gehn, die Seele anzuschicken,
Und diesen Geist der mir aus deinen Händen ward,
Mit wahrer Tugend auszuschmücken,
Herauf zu dir in frommer Zuversicht
Bey allen Handlungen des kurzen Lebens blicken:
O dann verschwend ich meine Stunden nicht,
Mich holt der Tod zu dir, und tausend Jahre werden,
Mir kürzer seyn vor deinem Angesicht,
Als jetzt ein Tag auf Erden.

 

Unbekannt

Nicht ein kleines Stück weiter,
nicht ein kleiner Schritt.
Ich komme nicht mehr vorwärts,
ich schaffe es nicht!
Dann nehme ich noch mal mein Herz in die Hand,
ich geh noch mal vorwärts so gut ich noch kann.
Dann drückt mich der Sturm mit dem Rücken zur Wand
und langsam, da gleitet mein Herz aus der Hand.
Dann höre ich, wie mir der Himmel verspricht:
"Das, was ich verspreche, vergesse ich nicht,
ich werde DICH tragen, wenn du nicht mehr kannst;
Nichts ist mir unmöglich, reich mir deine Hand."

Wer vertraut, hat Zukunft. Wer vertraut, steht fest,
weil der Herr des Lebens ihn nicht fallen lässt.

Zitat

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht. Albert Schweitzer (1875-1965)

Warte nicht auf das Jüngste Gericht. Du stehst jeden Tag vor deinem Richter. Albert Camus (1913-60)

Wie war es in der Urkirche? Woran haben die anderen die wahren Christen erkannt? Erkannt haben sie die Christen daran, dass sie die Liebe sahen, mit der sie einander zugetan waren. Mutter Teresa (1910-97)

Christus steht nicht hinter uns als unsere Vergangenheit, sondern vor uns als unsere Hoffnung.
Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910)

Gerechtigkeit ist nur in der Hölle; im Himmel ist Gnade
Gertrud von Le Fort

Der innere Friede, das ist etwas anderes als Zufriedenheit. Der innere Friede, das ist das Licht, das uns inmitten unseres Elends und unserer Schuldhaftigkeit die Ahnung von einer Erdumfassenden Liebe gibt Luise Rinser

Ehe ein Mann anfängt, seine Feinde zu lieben, sollte er seine Freunde erst einmal besser behandeln. Mark Twain

Ein wahrer Freund ist einer, der kommt, wenn der Rest der Welt geht Mark Winchell

Ein freundliches Wort kostet nichts und ist doch das schönste Geschenk Daphne du Maurier

Die Worte des Herrn sind lautere Worte, Silber, geschmolzen im Ofen, von Schlacken geschieden, geläutert siebenfach. [Ps 12,7]

Denkt daran, meine geliebten Brüder: Jeder Mensch soll schnell bereit sein zu hören, zurückhaltend im Reden + nicht schnell zum Zorn, denn im Zorn tut der Mensch nicht das, was vor Gott recht ist. [Jak 1,19]

Nicht der Ort, das Herz macht das Gebet. (?)
Luk 20,46-47 Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die es lieben, in langen Gewändern einherzugehen, und lassen sich gern grüßen auf dem Markt und sitzen gern obenan in den Synagogen und bei Tisch; sie fressen die Häuser der Witwen und verrichten zum Schein lange Gebete. Die werden ein um so härteres Urteil empfangen

Für diejenigen, die an Gott glauben, ist keine Erklärung notwendig. Für diejenigen, die nicht an Gott glauben, ist keine Erklärung möglich.(Franz Werfel)
1. Kor 1,18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft.

Der einzige Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Sünder ist, dass jeder Heilige eine Vergangenheit hat und jeder Sünder eine Zukunft. (Oscar Wilde) Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts. (Friedrich Hebbel)
Neben Gefühlen wie Freude und Liebe sind auch Wut, Trauer oder Eifersucht Teile von uns, die beachtet werden möchten. Kämpfen wir nicht gegen unerwünschte Gefühle, sondern begreifen sie einfach als Teil von uns, der eine wichtige Botschaft enthält. (?)
Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns.(Eugène Ionesco)
Phil 1,9-10 ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, so dass ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi,

Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. (Laotse)
Psalm 28,4 Gib ihnen nach ihrem Tun und nach ihren bösen Taten; gib ihnen nach den Werken ihrer Hände
Sprüche 3,27 Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.

Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer. (Aristoteles) Kritik mag unangenehm sein, aber sie ist notwenig. Sie hat dieselbe Aufgabe wie der Schmerz im menschlichen Körper - die Aufmerksamkeit auf einen ungesunden Zustand zu lenken. (Winston Churchill)
Wer die Hand als erster zum Schlage erhebt, gibt zu, dass ihm die Argumente ausgegangen sind.(Franklin Delano Roosevelt)
Spr 27.5-6 Besser offener Tadel als Liebe, die sich nicht zeigt. Treu gemeint sind die Schläge eines Freundes, doch trügerisch die Küsse eines Feindes.

Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab. (Marc Aurel)
Psalm 139,1-4 HERR, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest.

Der Mensch kann nicht zu neuen Ufern aufbrechen, wenn er nicht den Mut aufbringt, die alten zu verlassen. (André Gide)
Der schlimmste Weg, den man wählen kann, ist der, keinen zu wählen. (Friedrich II.)
Joh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Die kürzesten Wörter, nämlich 'ja' und 'nein' erfordern das meiste Nachdenken. (Pythagoras von Samos)
Mt 5,37 Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.

Das Wesentliche bleibt dem Auge verborgen, sehen können wir nur mit dem Herzen. (St. Exupery)
Jer 17,10 Ich, der HERR, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeden nach seinem Tun, nach den Früchten sei-ner Werke.
1. Sam 16,7 Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn nicht sieht der HERR auf das worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an

 

Letzte Worte Großer Männer

Aldous Huxley schrieb in der Vorrede seines Buches "Brave New World", dass man alle Dinge so beurteilen soll, als ob man sie von jemandes Sterbebett aus betrachtet. Die letzten Worte reflektieren was wirklich am Ende zählt.

Michelangelo Buonarotti:
"Nicht Malen und nicht Meißeln schafft der Seele Heil, sondern nur die Hinwen-dung zu der Liebe Gottes, die am Kreuz die Arme öffnet, uns zu ergreifen".
Charles Dickens schrieb (1849) an seine Kinder:
"Vergesst es nicht! - Christ sein heißt, immer Gutes tun - auch dem, der uns Böses tut. Christ sein heißt, den Nachbarn zu lieben wie mich selbst und allen Menschen so zu begegnen, wie wir dies von ihnen wünschen. Christ sein heißt sanft, gnädig und vergebend zu sein; heißt auch, diese Qualitäten still in unseren eigenen Herzen zu bewahren und nie damit zu prahlen; auch nicht mit unseren Gebeten oder mit unserer Liebe zu Gott; aber die Liebe zu ihm soll im demütigen Versuch jederzeit das Richtige zu tun, erkennbar sein. Wenn wir das tun und uns jederzeit an das Leben und Wirken unseres Herrn Jesus Christus erinnern und versuchen, danach zu handeln, können wir zuversichtlich hoffen, dass Gott uns unsere Sünde und Fehler vergibt, und er wird uns ermögli-chen, in Frieden zu leben und zu sterben"
Heinrich Heine, der große Spötter, änderte später seine Gesinnung. Im Nachwort seiner Gedichtsammlung "Romancero" (1851) schrieb er: "Wenn man auf dem Sterbebett liegt, wird man sehr empfindsam und möchte Frieden machen mit Gott und der Welt. Gedichte, die nur halbwegs Anzüglichkeiten gegen Gott enthielten, habe ich mit ängstlichem Eifer den Flammen überliefert. Es ist besser, dass die Verse brennen als der Versemacher. Ich bin zu Gott zurückgekehrt wie ein verlorener Sohn, nachdem ich lange bei den Hegelianern die Schweine gehütet habe. In der Theologie muss ich mich des Rückschreitens beschuldigen, indem ich zu einem persönlichen Gott zurückkehrte".
Sir Thomas More, Engl. Kath. Staatsmann, 1535 auf Befehl Heinrich des Achten für seine Überzeugung geköpft, da er dessen Scheidung nicht beipflichtete: "Führe mich sicher nach oben (auf das Schafott); für mein nach unten gehen, lass mich zu einem anderen Ort wechseln."
Römischer Kaiser Augustus: "Habe ich meine Rolle gut gespielt? Wenn ja, dann applaudiert, denn die Komödie ist zu Ende!"
Isaak Newton: "Ich weiß nicht, wie ich in den Augen der Welt erscheine. Aber mir selbst scheint es, als ob ich nur wie ein kleiner Junge war, der am Strand spielte und sich ablenkte und hin und wieder einen glätteren Stein oder hüb-schere Muschel als die Gewöhnlichen fand, während der große Ozean der Wahrheit gänzlich unentdeckt vor mir lag.
Jagoda, Chef der russischen Geheimpolizei:
"Es muss einen Gott geben. Er bestraft mich wegen meiner Sünden. "
Sir Thomas Scott, Präsident des Engl. Unterhauses:
"Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass es weder Gott, noch Hölle gibt. Jetzt weiß und fühle ich, dass es beides gibt und ich bin dem Verderben ausgeliefert, durch das gerechte Urteil des Allmächtigen."
Wilhelm von Orange, niederl. König, von einem Meuchelmörder erschossen: "Mein Gott, mein Gott, hab Erbarmen mit mir und mit meinen armen Volk!"
Kardinal Mazarin:
"O meine arme Seele, was wird aus dir werden? - Wo gehst du hin?"
Professor J.H. Huxley, Agnostiker, als er im Sterben lag schaute er nach
oben und flüsterte, nachdem er eine Weile hoch starrte: "So, es ist also wahr".
Sir Francis Newport, Oberhaupt des Engl. Klubs der Ungläubigen sagte zu denen, die um sein Sterbebett versammelt waren:
"Erzählt mir nicht, dass es keinen Gott gibt, denn ich weiß, dass es einen gibt und dass ich in seiner zornigen Gegenwart bin! Ihr braucht mir nicht zu sagen, dass es keine Hölle gibt, denn ich fühle meine Seele wie sie schon in ihre Feuer gleitet! Ihr Erbärmlichen, hört auf mit eurem eitlen Gerede, dass es Hoffnung für mich gibt! Ich weiß, dass ich für immer verloren bin".
Dwight L. Moody, christl. Prediger:
"Die Erde weicht. Der Himmel öffnet sich vor mir. Wenn das der Tod ist, dann ist es lieblich! Hier ist kein Tal. Gott ruft mich und ich muss folgen". "Nein, nein Vater", sagte Moodys Sohn, "du träumst". "Ich träume nicht", antwortete Moo-dy. "Ich war innerhalb der Pforten. Ich habe die Gesichter der Kinder gesehen. Das ist mein Triumph; Das ist mein Krönungstag! Es ist glorreich"!
Leonardo da Vinci (1519): "Ich habe Gott und die Menschheit beleidigt, denn meine Arbeit erreichte nicht die Qualität die sie hätte haben sollen"
Niccolo Machiavelli Florentinischer Diplomat und politischer Philosoph (1527) "Ich wünsche mir in die Hölle zu gehen und nicht in den Himmel. Im ersteren werde ich die Gesellschaft von Päpsten, Königen und Prinzen genießen, wäh-rend in der letzteren nur Bettler, Mönche und Apostel sind."!
Der Prophet Amos sagte: "Bereite dich vor, deinem Gott zu begegnen!"
König David in den Psalmen (Ps. 90:12):
"Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden"
Mose zu Josua: "Sei tapfer und stark; denn du wirst mit diesem Volk in das Land kommen. Du wirst es als Erbe unter sie austeilen. Der Herr aber, der selbst vor dir hergeht, wird mit dir sein und wird die Hand nicht von dir abzie-hen, noch dich verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht."
Stefanus: (Apg. 7,59-60)
Und sie steinigten den Stephanus, welcher betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Und niederkniend rief er mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! Und als er dies gesagt hatte, entschlief er.
Jesus: Es ist vollbracht

 

Unbekannt

Manche Menschen wissen nicht,
Wie wichtig es ist, dass sie da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
Wie gut es ist sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
Wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,
Wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
Wieviel ärmer wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,
Dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

 

Unbekannt

"Magst du mich?" - Er sagte nein.
"Findest du mich hübsch?" - Er sagte nein.
"Bin ich in deinem Herz?" - Er sagte nein.
Als letztes fragte sie:
"Wenn ich weg gehen würde würdest du für mich weinen?" - Er sagte wieder nein. Sie ging traurig davon.

Er packte sie am Arm und sagte:
"Ich mag dich nicht, ich liebe dich.
Ich finde dich nicht hübsch, ich finde dich wunderschön.
Du bist nicht in meinem Herz, du bist mein Herz.
Ich würde nicht für dich weinen, ich würde für dich sterben!"

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